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Julian Burgert
Lothar Bisky gestorben

Die Linke trauert um Lothar Bisky. Der langjährige Vorsitzende der Partei verstarb am 13. August mit 71 Jahren.

Obwohl seit 1963 SED-Mitglied, wurde Bisky erst nach der Wende aktiver Politiker. Von 1993 bis 2000 und von 2003 bis 2007 war Bisky PDS-Chef. Nach deren Fusion mit der WASG führte er mit Oskar Lafontaine bis 2010 die neugegründete Partei Die Linke. Hier galt Bisky als Mittler zwischen den zerstrittenen Parteiflügeln. Nach Jahren im brandenburgischen Landtag saß Bisky 2005 bis 2009 im Bundestag. 2005 scheiterte seine Kandidatur als Bundestagsvizepräsident in vier Wahlgängen. 2009 zog er ins Europaparlament ein.

Bisky wurde am 17. August 1941 in Pommern geboren und wuchs in Schleswig-Holstein auf. 1959 wanderte er in die DDR aus. Der studierte Kulturwissenschaftler war zur Zeit der Wende in der DDR Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. Die Parteispitze würdigte Lothar Bisky als "großen Mitgestalter der Gegenwart".

Aus Politik und Zeitgeschichte

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