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Julian Burgert
30 Jahre Freundschaft

BUNDESTAG

Nicht nur 65 Jahre Grundgesetz hatte der Bundestag vergangene Woche zu feiern, sondern auch 30 Jahre Parlamentarisches Patenschaftsprogramm (PPP) zwischen dem deutschen Parlament und dem amerikanischen Kongress. Ein "beachtliches Jubiläum", wie Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sagte. Um dieses Jubiläum zu würdigen, waren 350 aktuelle amerikanische Teilnehmer des Austauschprogrammes an einem "Berlin-Tag" in den Reichstag eingeladen worden.

Im Jahr 1983 anlässlich des 300. Jahrestag der ersten deutschen Einwanderung nach Amerika gegründet, habe das Programm in den letzten drei Jahrzehnten nichts von seiner Bedeutung eingebüßt, so Lammert. Im Gegenteil, angesichts aktueller politischer Spannungen wie der NSA-Affäre seien solche Austausche wichtiger als je zuvor. Dem stimmte der amerikanische Botschafter in Deutschland, John B. Emerson, zu. An die anwesenden Teilnehmer gerichtet sagte er: "Ich trage zwar den Titel, aber die wahren Botschafter seid ihr." Er hoffe, dass es das Programm auch noch für die nächsten 30 Jahre gebe.

Seit 1984 haben rund 21.000 junge Deutsche und Amerikaner an dem Programm teilgenommen. Während des Austauschjahres leben die jungen Menschen in Gastfamilien und besuchen öffentliche Schulen oder absolvierten Praktika in Betrieben. In Deutschland übernehmen Mitglieder des Bundestages die Patenschaft für die Teilnehmer in ihren Wahlkreisen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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