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Bernd Haunfelder
Walter Scheel wird 95

Er zählt zu den ganz Großen der deutschen Nachkriegszeit. Geschichte schrieb Walter Scheel (Foto) als FDP-Vorsitzender von 1968 bis 1974 und als Außenminister von 1969 bis 1974. Mit der Neuausrichtung der FDP führte er seine Partei an die Seite der SPD, und mit Willy Brandt und Egon Bahr gehörte er zu den Vordenkern und Architekten der Ostpolitik. Seine Karriere krönte Scheel 1974 mit seiner Wahl zum Bundespräsidenten.

Der gebürtige Solinger war 1946 der FDP beigetreten, wurde 1953 erstmals in den Bundestag gewählt und gehörte ihm bis 1974 an. 1961 berief ihn Konrad Adenauer (CDU) zum ersten Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Er behielt das Amt auch in den Kabinetten Ludwig Erhards (CDU) bis 1966. Der Historiker Arnulf Baring bezeichnete Scheel als "Mr. Bundesrepublik". Am 8. Juli vollendet Walter Scheel sein 95. Lebensjahr.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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