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LESERPOST

Kurz notiert

Zur Ausgabe 27 vom 30.6.2014, Beilage in Leichter Sprache:

Als Familie teilen wir uns Ihre Zeitung: Mein Mann liest nur die Beilage "Aus Politik und Zeitgeschichte", ich "Das Parlament". Für unseren 12-jährigen Sohn habe ich regelmäßig das "Parlamännchen" ausgeschnitten und an seine Zimmertür geklebt, weil mir diese einfache Erklärung für Kinder immer gut gefallen hat. Unser 15-jähriger Sohn hingegen gehört zu dem "Siebtel der Deutschen", die Mühe mit dem Lesen und dem Verstehen von Texten haben. Er schaut meist nur die Bilder an, wenn Zeitungen auf dem Tisch liegen oder liest die Bildunterschriften, denn alles andere ist anstrengend und oft unverständlich. Deshalb herzlichen Dank für die neue tolle Beilage in leichter Sprache!

Ich hoffe, dass dieses Experiment einen Dauerplatz in dieser Zeitung bekommt. Beruflich vereinfache ich manchmal Texte und habe dabei gewisse Regeln der einfachen Sprache im Hinterkopf, das Lesen von Politik in einfacher Sprache hat auch mir Spaß gemacht.

Ich werde mir die neue Beilage aufheben und meinen Jungs zeigen.

Klaudia Meaubert,

Zittau

Die Beilage zu "Das Parlament", verfasst in leichter Sprache, hat mir sehr zugesagt. Das betrifft sowohl die äußere Gestaltung als auch die Formulierung des Inhaltes. Ich begrüße es sehr, dass Sie künftig stets einen solchen Zeitungsteil anbieten wollen.

Jan Bretschneider,

Weimar

Zur Ausgabe 24-26 vom 10.6.2014, "Zuckerbrot und Peitsche" auf Seite 1:

Deutschland hat in der Vergangenheit - nach den größten Katastrophen und auch während der Euro-Krise - nur deshalb so gut wirtschaftliche Stabilität beweisen können, weil es sich wie ein solider Kaufmann verhalten hat. Man kann auf Dauer nun einmal nicht mehr ausgeben als man auch einnimmt. Wer jetzt noch staatlicherseits Lohnhöhen festlegt, der setzt unsere wirtschaftliche Solidität aufs Spiel.

Wir haben immer weniger Kinder und wollen doch die Berufstätigen früher in Rente gehen lassen. Soziale Wohltaten sind für die Empfänger gut, bringen sicher Wählerstimmen, aber sie sind nicht nachhaltig.

Wir leben doch schon jetzt vom Erbe der nicht geborenen Urenkel. So fahren wir das Schiff Deutschland bewusst gegen den Eisberg.

Claus Hörrmann,

Neustadt in Sachsen

Zur Ausgabe 24-26 vom 10.6.2014, "Chancen der Migration" auf Seite 10:

In Ihrem Artikel beziehen sie sich auf die Chancen von Migration und deren Chancen für Europa. Kann man aber tatsächlich davon sprechen, dass "ein in den vergangenen Jahren rigider gewordenes Einwanderungsregime in Europa" wirksam ist? Und wenn ja, um welches Europa handelt es sich dabei, wenn es darin - so legt es die Formulierung nahe - eine einzige und darüber hinaus einheitliche Form des Umgangs mit Immigration geht?

So schwierig es auch ist: Wer von Europa spricht, muss offenlegen, welches Europa gemeint ist. Leider wird der Begriff Europa in diesem Kontext einerseits räumlich eingegrenzt auf die EU bezogen und andererseits ohne notwendige Präzision auf den gesamten Kontinent ausgeweitet. Es bedarf der Klärung des Gesamtverständnisses unseres Kontinents. Schließlich kann nur ein Gesamtbewusstsein als Europäer erreicht werden, wenn man ein übereinstimmendes Europabild hat. Das ist bis jetzt noch nicht der Fall, was sich auch an den Wahlerfolgen vieler nationalistischer Parteien bei der Europawahl gezeigt hat. Es scheitert ja schon an den Karten, die auf den Euro-Münzen und -Noten abgebildet sind und aufgrund unseres täglichen Umgangs mit ihnen wohl noch am ehesten dazu taugen, die Idee von Europa mit einer räumlichen Vorstellung zu verbinden. Auf den Münzen ist ein anderes Europa als auf den Geldscheinen abgebildet. Da sind Gebiete, die zwar politisch zu Europa gehören, aber nicht geografisch, und welche, die zwar geografisch dazu gehören, in denen aber der Euro kein Zahlungsmittel ist.

Bei so viel und so unterschiedlichem Europa bedarf es im allgemeinen Bewusstsein wie auch in der politischen Bildung notwendiger Klärungen und Übereinkünfte, damit das Sprechen über Europa Identifikationen schaffen kann.

Fritz-Gerd Mittelstädt,

Osnabrück

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Die nächste Ausgabe von "Das Parlament" erscheint am 28. Juli.

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