Inhalt

Aufgekehrt
Julian Burgert
Santa Claus auf der Spur

Langsam wird es unheimlich. Klar sind Geheimdienstler und Militärs qua Beruf immer an neuen Informationen und Techniken interessiert, aber nach der Totalüberwachung des Internets wollen US-amerikanische Sicherheitskreise eines der letzten Geheimnisse der Welt lüften: den Verbleib des Weihnachtsmanns.

Über der amerikanischen Hauptstadt Washington sollen demnächst mit Radartechnik vollgestopfte, unbemannte Luftschiffe kreisen. Die offizielle Begründung: Man wolle damit anfliegende Raketen erfassen. Bei einer Pressekonferenz gab der Sprecher des nordamerikanischen Luftverteidigungskommandos Norad jedoch den wahren Grund zu Protokoll. „Es ist unsere volle Absicht, die durch das System gewonnenen Informationen zu nutzen, um den Weihnachtsmann auf die Spur zu kommen“, sagte er. Norad hat deshalb auch die Internetseite www.noradsanta.com eingerichtet, auf der die Flugbahn von Santa Claus verfolgt werden kann.

Das Interesse des Militärs ist ja eigentlich auch logisch. Für den fliegenden Schlitten, mit dessen Hilfe der Weihnachtsmann innerhalb einer Nacht Milliarden Kinder auf der ganzen Welt mit Geschenken versorgt, hat die Armee bestimmt Verwendung. Von den Rentieren und deren roten Nasen ganz zu schweigen.

Kritiker werden jetzt einwerfen, den Weihnachtsmann gebe es doch gar nicht und die Aussage des US-Militärs sei nur ein Scherz gewesen. Aber solche Leute denken doch auch, dass es den Osterhasen nicht gibt. Quatsch! Der ist das nächste Ziel der Geheimdienste. Dessen Tarnvorrichtung muss bestimmt super sein, gesehen hat ihn immerhin auch noch nie jemand. 

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2016 Deutscher Bundestag