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VERSTORBEN
Bernd Haunfelder
Trauer um Mißfelder

Vollkommen überraschend ist am 13. Juli der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder im Alter von 35 Jahren verstorben. Der aus Gelsenkirchen stammende Politiker galt als eine der großen Hoffnungen der Union. "Wir sind bestürzt, fassungslos und traurig", teilte Unionsfraktionschef Volker Kauder mit. "Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verliert einen ihrer profiliertesten Außenpolitiker und ich persönlich einen Freund."

1995 trat Mißfelder der CDU bei und stand von 2002 bis 2014 an der Spitze der Jungen Union, so lange wie keiner vor ihm. Von 2008 bis 2015 gehörte er dem CDU-Präsidium an. Mißfelder, der seit 2005 Mitglied des Bundestags war, amtierte seit 2009 als außenpolitischer Sprecher seiner Bundestagsfraktion und vermochte dem Amt aufgrund seines Engagements zugunsten der transatlantischen Beziehungen eine unverwechselbare Note zu verleihen.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) würdigte Mißfelder anlässlich der Sondersitzung zur Griechenland-Hilfe: "Der Deutsche Bundestag verliert mit ihm einen engagierten und streitbaren Parlamentarier", sagte Lammert. "Unter den jungen Kollegen war er längst der erfahrenste."

Aus Politik und Zeitgeschichte

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