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Aufgekehrt
Sören Christian Reimer
Trump macht weiter Tempo

Bei vielen Langstreckenläufen gehören die Tempomacher zum Inventar. Ihre Rolle ist simpel: Sie sollen dafür sorgen, dass das Rennen nicht zu gemächlich verläuft. Auch in US-Vorwahlkämpfen für die Präsidentschaftswahlen gibt es Tempomacher, auch wenn diese sich wohl gar nicht als solche verstehen. Kandidaten, die so unglaublich unwählbar sind, dass ihre Funktion vor allem darin zu bestehen scheint, groteske Sachen zu sagen und den 24/7-Nachrichtenstrom des inzwischen quasi niemals endenden Vorwahlkampfes am Köcheln zu halten. Die aussichtsreicheren Kandidaten hängen meist im Windschatten rum und können sich um den Aufbau einer schlagkräftigen Organisation kümmern, während sich die Tempomacher im medialen Laufwind abrackern. Irgendwann, meist wenn ihnen die finanzielle Wahlkampf-Puste ausgeht, räumen sie normalerweise das Feld.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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