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TUNESIEN
Redaktion
Gratulation zum Nobelpreis

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat dem Präsidenten der tunesischen Volksrepräsentantenversammlung, Mohamed Ennaceurzum, zur Verleihung des Friedensnobelpreises für das "Quartett für den nationalen Dialog" gratuliert. Mit der Entscheidung des Nobelpreiskomitees werde der unermüdliche Einsatz zivilgesellschaftlicher Akteure für das Voranbringen des Demokratisierungsprozesses in Tunesien gewürdigt. Dank der herausragenden Arbeit des Quartetts sei es gelungen, Grundlagen für einen nationalen Zusammenhalt zu schaffen und der Weg für einen friedlichen Dialog in Tunesien zu ebnen. "Gerade in so beunruhigenden Zeiten, wie wir sie gegenwärtig erleben, bedeutet diese hohe Auszeichnung umso mehr Ermutigung, Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft und ist ein Ansporn für zivilgesellschaftliches Engagement überall, aber besonders auch in der arabischen Welt", betonte Lammert.

Zu dem nationalen Quartett in Tunesien hatten sich im 2013 der Gewerkschaftsbund UGTT, der Arbeitgeberverband UTICA, die Menschenrechtsliga LTDH und die Anwaltskammer zusammengeschlossen. Als das Land am Rande des Bürgerkriegs gestanden habe, habe das Quartett einen "alternativen, friedlichen politischen Prozess etabliert", heißt es in der Begründung des Nobel-Komitees.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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