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gesundheit III
Claus Peter Kosfeld
Strategie beim Kampf gegen Aids

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert stärkere politische Bemühungen im Kampf gegen HIV und AIDS. Die Vereinten Nationen hätten mit der Verabschiedung der globalen Nachhaltigkeitsziele eine höchst ambitionierte Vorgabe gemacht, nämlich bis 2030 die Aids-Epidemie zu beenden, sagte die Grünen-Politikerin Kordula Schulz-Asche vergangene Woche in einer ersten Aussprache über einen Antrag (18/6775) ihrer Fraktion. Sie sei überzeugt, mit politischem Willen, einer schlüssigen Strategie und einer verlässlichen Finanzierung könne das gelingen. Ihren Angaben zufolge haben sich 2014 weltweit rund zwei Millionen Menschen mit HIV neu infiziert, mehr als ein Million Menschen seien an Aids gestorben. Es sei noch mehr Aufklärung nötig. Emmi Zeulner (CSU) mahnte, Aids sei keine Krankheit, die nur bestimmte Personenkreise angehe, sondern könne jeden treffen. Unlängst habe die Bundesregierung eine Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen vorgelegt. Das sei sehr zu begrüßen. Harald Petzold (Linke) erinnerte daran, dass viele Menschen Angst vor Diskriminierung hätten und sich deshalb nicht auf HIV testen ließen. Mechthild Rawert (SPD) sagte, der Abbau von Stigma und Diskriminierung sei Bestandteil der Strategie gegen HIV/Aids. Sie fügte hinzu, es müsse mehr zur Vorbeugung und Aufklärung getan werden. Georg Kippels (CDU) würdigte das "hohe Maß an Übereinstimmung", das in der Debatte deutlich geworden sei.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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