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PARLAMENTARISMUS
Florian Zimmer Amrhein
Antworten auf 1.800 Seiten

Das Parlamentsrecht ist in der Fachliteratur bisher stiefmütterlich behandelt worden. So schreiben die Herausgeber Martin Morlok, Utz Schliesky und Dieter Wiefelspütz im Vorwort ihres Ende 2015 im Nomos-Verlag erschienenen Handbuchs "Parlamentsrecht". Mit dem Erscheinen des mehr als 1.800 Seiten umfassenden Werks scheint dieser Missstand nun vorerst beseitigt. Am vergangenen Donnerstag wurde das Buch in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Anwesenheit von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Bundestagsdirektor Horst Risse präsentiert. Es sei das förmliche Ende eines langen Arbeitsprozesses, sagte Morlok. Sechs Jahre wurde an der Fertigstellung gearbeitet. Insgesamt 41 Autoren waren beteiligt. Die Parlamentsarbeit werfe ständig neue rechtliche Probleme auf, erklärte Morlok. Er hoffe aber, das Handbuch biete auch zu aktuellen Fragen wie etwa zur Digitalisierung oder zum Lobbyismus instruktive Antworten.

Für ihre Unterstützung des Projekts bekamen Lammert, der das Handbuch als "Opus Magnum" würdigte, wie auch Risse eine Ausgabe überreicht. Er sei froh, scherzte Lammert, dass Risse und er jeweils ein eigenes Exemplar bekommen hätten. So könne man in künftigen Streitfragen mit den gleichen Argumenten bewaffnet aufeinander losgehen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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