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Dirk Neubauer
Glossar

Breitband

Dem Begriff "Breitband" liegt international keine einheitliche Definition zugrunde. Die deutsche Breitbandinitiative versteht darunter Datenverbindungen, deren Bandbreite den Nutzer weder behindern und limitieren. Am Ende kommt es auf die Geschwindigkeit an, mit der die Daten übertragen werden. Üblicherweise wird bereits ab einer Übertragungsgeschwindigkeit von 1 Megabit pro Sekunde von einer Breitbandanwendung gesprochen. Heute übliche Dienste bringen es auf 2 bis 3 Megabit pro Sekunde.

DSL

Die Buchstaben stehen als Abkürzung für "Digital Subscriber Line", einen digitalen Teilnehmeranschluss. Die Daten werden auf den letzten Metern über eine Kupferleitung übertragen. Diese darf nicht zu lang sein. Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten beim Empfangen (Download, Downstream) und Senden (Upload, Upstream) von Daten.

VDSL

Dies ist die Abkürzung für "Very High Speed Digital Subscriber Line". Umgangssprachlich: ein besonders leistungsfähiges DSL, bei dem die Glasfaserverbindung möglichst nahe an den Nutzer herangeführt wird. Nur die allerletzten Meter ins Haus führen über einen Kupferdraht. So erreicht der Downstream bis zu 50 Mbit pro Sekunde - sofern sich nicht zu viele Nutzer im digitalen Raum tummeln und die Bandbreite untereinander aufgeteilt werden muss.

DSL-Vectoring

Vectoring gilt bei manchen Experten als Turbo für den Breitbandausbau. Versprochen werden Geschwindigkeiten von bis 100 Mbit/s. Bei dieser Art der Leitungsnutzung wird die gesamte Leitung und nicht nur das Adernpaar in der Mitte zur Datenübertragung genutzt. Dadurch werden die Störungen minimiert und so das Übertragungstempo deutlich erhöht. Voraussetzung ist ein Glasfaserkabel samt Übergabepunkt am Haus. Mithilfe dieser Technik ersparen sich Haus- und Wohnungseigentümer die Umrüstung der letzten Meter aufs Glasfasernetz. Kritiker sehen darin einen faulen Kompromiss, der schon bald ans Ende seiner Leistungsfähigkeit kommen werde.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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