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Hans-Jürgen Leersch
Energieforschung wirkt

Speichersysteme vor der Markteinführung

Der Bund hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Mittel für Energieforschung ausgegeben als im Jahr 2014. So seien 2015 insgesamt 862,73 Millionen Euro für Energieforschung abgeflossen, heißt es in dem von der Bundesregierung als Unterrichtung (18/8200) vorgelegten "Bundesbericht Energieforschung 2016 - Forschungsförderung für die Energiewende", den der Ausschuss für Wirtschaft und Energie in der vergangenen Woche zur Kenntnis nahm. Im Jahr zuvor seien es 819,2 Millionen Euro gewesen.

Den größten Anteil an den abgeflossenen Forschungsgeldern hatten die erneuerbaren Energien mit 323,33 Millionen Euro (2014: 302,3 Millionen Euro). Für Energieeffizienz flossen 317,26 (300,8) Millionen Euro ab, für die Fusion 139,22 (138,14) Millionen und für die nukleare Sicherheit und Entsorgung flossen 82,92 (76,95) Millionen Euro ab. Bis 2050 solle ein ökonomisch und ökologisch nachhaltiges und verlässliches Energiesystem entstehen, wird formuliert. Für Energiespeicher seien im Bereich der Projektförderung 2015 Fördermittel in Höhe von 61,59 Millionen Euro ausgezahlt worden. 83 Projekte mit einem Volumen von 60,32 Millionen Euro seien neu bewilligt worden.

Hervorgehoben wird in dem Bericht die Forschungsinitiative Energiespeicher. Damit unterstützen Wirtschafts- und Forschungsministerium 282 Forschungsvorhaben. Ein Meilenstein sei das Statusseminar der Forschungsinitiative im April 2015 in Berlin gewesen, wo 82 Verbünde ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu thermischen, elektrischen und stofflichen Speichern sowie begleitenden Themen in 16 Fachsessions den 277 Teilnehmern präsentiert hätten, heißt es weiter. Einige Technologien würden kurz vor der Markteinführung stehen. Ihre Wirtschaftlichkeit hänge aber vor allem von den politischen Rahmenbedingungen ab.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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