Inhalt

dosb
Götz Hausding
Viele Aufgaben und große Hoffnungen

Der Dachverband des deutschen Sports erwartet mindestens 38 Medaillen

Der Deutsche Olympische Sportbund ist die Dachorganisation des deutschen Sports. 16 Landessportbünde, 62 Spitzenverbände von 34 olympischen und 28 nicht-olympischen Sportarten sowie 20 Verbände "mit besonderen Aufgaben", wie etwa der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband, gehören zum DOSB. Anders ausgedrückt vertritt der durch den Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland im Mai 2006 entstandene Dachverband mehr als 27 Millionen Mitglieder aus knapp 90.000 Sportvereinen.

Präsident des DOSB ist seit Ende 2013 Alfons Hörmann. Er folgte auf Thomas Bach, der das Amt seit Gründung inne hatte und im September 2013 zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt wurde. Hörmann, der ehrenamtlich fungiert, wird von einem fünfköpfigen hauptamtlichen Vorstand unter dem Vorsitzenden Michael Vesper beim operativen Geschäft unterstützt.

So breit aufgestellt wie der DOSB mit seinen Mitgliedsverbänden ist, so vielfältig sind auch seine Aufgaben. Das beginnt bei Organisationshilfen für den Breitensport und endet bei der Unterstützung für Leistungssportler. An dieser Stelle kommt auch der Bundestag ins Spiel. Er entscheidet in den Haushaltsberatungen, welche Mittel für die Unterstützung des Spitzensports aus dem Bundesetat bereitgestellt werden. 2016 werden es etwa 160 Millionen Euro sein. Wenn am 5. August in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele beginnen, steht der DOSB besonders im Fokus. Erfolg und Misserfolg werden direkt mit ihm in Verbindung gebracht. Ist es doch der DOSB-Vorstand, der letztlich darüber entscheidet, wer für das Olympiateam nominiert wird. Chef de Mission wird in Brasilien Vesper sein. Das deutsche Team wird etwa 450 Sportler umfassen. Ziel des DOSB sind mindestens 38 Medaillen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2016 Deutscher Bundestag