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SOZIALES
Götz Hausding
Behinderte unterstützt

Die im Zuge des geplanten Bundesteilhabegesetzes diskutierte bundesweite Einführung eines "Budgets für Arbeit" kann einen Beitrag zu mehr Inklusion leisten. Diese Auffassung vertraten zahlreiche Sachverständige in einer Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales in der vergangenen Woche. Gegenstand der Anhörung war der Antrag "Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen" der Fraktion Die Linke (18/5227).

Aus Sicht der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) kann ein "Budget für Arbeit" in Form eines Minderleistungsausgleichs ein guter Weg sein, Übergänge aus Werkstätten für Behinderte in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen, sagte BDA-Vertreterin Anna Robra. Von einem "guten Schritt nach vorn" sprach auch Peter Stadler von der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen. Bei einem Wechsel in den ersten Arbeitsmarkt müssten Arbeitgeber und Integrationsfirmen einen Nachteilsausgleich erhalten, regte er an.

Die Vertreterin des Deutschen Gewerkschaftsbunds Silvia Helbig forderte mehr Rechte für Schwerbehindertenvertretungen in den Betrieben. Mit Blick auf das erweiterte Aufgabenfeld der Vertretungen müssten diese ab 100 schwerbehinderten Mitarbeitern statt bislang 200 freigestellt werden, bekräftigte sie.

Manfred Otto-Albrecht von der Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation sah in dem fehlenden zentralen Ansprechpartner für die Unternehmen ein Hemmnis für mehr Inklusion. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen fehle es oft an elementaren Informationen, so Otto-Albrecht. Viele Arbeitgeber seien nicht hinreichend informiert, urteilte auch Johannes Pfeiffer von der Bundesagentur für Arbeit.

Für eine "dauerhafte Berufsbegleitung, wenn diese erforderlich ist", sprach sich Barbara Vieweg von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben aus. Ob und in welchem Umfang diese Notwendigkeit besteht, soll ihrer Ansicht nach nicht allein vom Kostenträger entschieden werden. Vielmehr sei die Perspektive des behinderten Menschen genauso zu berücksichtigen wie die des Betriebes oder der Berufsschule, betonte sie.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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