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MEDIEN
Alexander Weinlein
Limbourg hofft auf mehr Geld

Die Deutsche Welle möchte in den kommenden Jahren einen türkischsprachigen Fernsehkanal aufbauen. Dies erläuterte der Intendant des deutschen Auslandssenders, Peter Limbourg, in der vergangenen Woche vor dem Kultur- und Medienausschuss. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Erhöhung des Etats des, auf die sich die Unionspartien und die SPD im Koalitionsvertrag verständigt hätten, auch realisiert wird. Limbourg stellte dem Ausschuss die Aufgabenplanung der Deutschen Welle für die Jahre 2018 bis 2021 (19/372) vor. So will der Sender seine Reichweite von derzeit 157 Millionen wöchentlicher Nutzerkontakte auf 210 Millionen erhöhen. Das Potenzial hierfür sei vorhanden, sagte Limbourg. So habe der Sender seine Reichweite seit 2012 bereits um etwa 60 Prozent erhöhen können. Rund 85 Millionen Nutzer erreiche der Sender mit seinen TV-Programmen, und jeweils 36 Millionen mit seinem Radio- und Online-Angebot.

Limbourg begrüßte es ausdrücklich, dass der Bund die finanziellen Mittel in den vergangenen Jahren nach einer langen Periode des Sparens wieder auf das Niveau von 1998 erhöht hat. Die Deutsche Welle finanziert sich im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht aus Gebühren, sondern wird hauptsächlich durch einen Bundeszuschuss aus dem Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien finanziert. Im vergangenen Jahr betrug der Zuschuss rund 326 Millionen Euro, zusätzliche Projektgelder in Höhe von rund zehn Millionen Euro flossen vor allem aus den Etats des Auswärtigen Amtes und des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an den Sender.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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