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Bundesschuld
Sören Christian Reimer
Niedrige Zinsausgaben

Der Bundeshaushalt wird voraussichtlich weiter vom günstigen Zinsumfeld profitieren. Die Refinanzierungskosten sollen 2018 zwar leicht ansteigen, allerdings weniger stark als bisher angenommen. Für 2018 rechnet die Bundesregierung mit Ausgaben für den Schuldendienst in Höhe von 19,86 Milliarden Euro (19/1700, Einzelplan 32). Das entspricht 5,8 Prozent der geplanten Gesamtausgaben. Damit liegt der Ansatz rund 1,39 Milliarden Euro über dem Soll des Vorjahres (18,46 Milliarden Euro, 5,61 Prozent). Tatsächlich fielen die Zinsausgaben laut vorläufigem Haushaltsabschluss 2017 sogar noch eine Milliarde Euro geringer aus.

Gegenüber den Annahmen im Finanzplan des Bundes 2017-2021 (18/13001) fällt der Wert für 2018 allerdings ebenso etwa eine Milliarde Euro niedriger aus. Im Eckwertebeschluss zum Haushalt 2019 sowie dem Finanzplan 2018 bis 2022 geht die Bundesregierung bis 2021 von geringeren Zinsausgaben im Umfang von rund 1,5 Milliarden Euro beziehungsweise 1,3 Milliarden Euro bis 2022 aus als in der bisherigen Finanzplanung veranschlagt.

Der Gesamtansatz für die Bundesschuld liegt bei 21,17 Milliarden Euro (+1,18). Neben dem Schuldendienst schlagen Investitionen in Höhe von 1,26 Milliarden Euro (-0,23) und sächliche Verwaltungsausgaben in Höhe von 56,4 Millionen Euro (+12) zu Buche. Die Einnahmen in dem Einzelplan sollen laut Regierungsentwurf bei 1,38 Milliarden Euro liegen (+0,13).

Aus Politik und Zeitgeschichte

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