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Aufgekehrt
Alexander Weinlein
Die spinnen, die Makedonen

Sehnsüchtig warten weltweit Millionen von Fans auf das nächste Abenteuer eines kleinen listigen Galliers names Asterix und seines dicken, Verzeihung, beleibten Freundes Obelix. Nun sickerten erste Informationen aus dem Umfeld von Comic-Zeichner Didier Conrad und Texter Jean-Yves Ferri über den dann 38. Asterix-Band durch. So sollen sich die unbeugsamen Gallier diesmal auf eine diplomatische Mission an den makedonischen Königshof im Norden Griechenlands aufmachen. Dort regiert König Alexis der Rote, der sich als direkten Nachfahren Alexanders des Großen ansieht. Doch der Glanz des alten Weltreiches ist vergangen. Nicht nur, dass sein Land sich der Oberherrschaft der Römer hat beugen müssen, Alexis sitzt auch auf einem riesigen Schuldenberg. Zu allem Überfluss muss er sich mit seinen Nachbarn im Norden rumärgern, weil diese sich ebenfalls auf das Erbe Alexander des Großen berufen.

Auch diesmal sollen wieder jede Menge Anspielungen auf die Gegenwart in den Abenteuern der beliebten französischen Comic-Figur versteckt sein und prominente Gesichter aus Politik und Kultur auftauchen: So zum Beispiel in der Figur des römischen Finanzbeamten Ezetbebus Zinssenkus und des wirren Athener Philosophen David Rixardos Prechteles, der davon träumt, die barbarischen Germanen die Lehren Platons und Aristoteles zu lehren.

Am Ende gibt es das obligatorische Bankett in einem bekannten gallischen Dorf. Und selbst Troubadix darf mit einem Barden-Kollegen im weißen Bademantel den griechischen Wein besingen. Aber bis dahin wird Obelix mehr als einmal feststellen: Die Spinnen, die Makedonen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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