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AUSSTELLUNG
Lisa Brüßler
Lorbeeren für Schadow

Künstler Moritz Götze eröffnet Ausstellung im Bundestag

Seit 225 Jahren thront die Quadriga von Bildhauer Johann Gottfried Schadow bei Wind und Wetter auf dem Brandenburger Tor. Dieses Jubiläum nimmt der Künstler Moritz Götze aus Halle (Saale) zum Anlass seiner Ausstellung "Lorbeeren für Schadow". "Heute ist das Brandenburger Tor ein Symbol der Freiheit in der ganzen Welt und ein zentraler Erinnerungsort, der von der Geschichte erzählt, wie sie gewesen ist. Er symbolisiert, wie wir uns die Zukunft wünschen: offen und friedvoll", sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Ausstellungseröffnung. Ein großes Thema für eine künstlerische Annäherung, denn nicht nur die Quadriga und die Viktoria, sondern auch der Zug der Friedensgöttin, der Fries, unmittelbar darunter holen den 200 Jahre alten Künstler in die Gegenwart. Mit seinen leuchtenden Farben und den vereinfachten karikativen Formen erinnert Götzes Stil an die Pop Art, mit Hilfe derer er jahrhundertealte Motive meist auf Emaille bannt. Intensiv forschte Götze im Leben und Werk Schadows, um den Meister aus zeitgenössischer Sicht zu zitieren. "Bei Schadow gibt es viele Elemente, in denen die Antike zitiert wird und sich Parallelen zu heute ergeben - ob es der Kampf zwischen Gut und Böse oder der gegen Missgunst und Neid ist", sagte der Künstler über seine Inspiration. Die Ausstellung im Schadow Haus (Schadowstraße 12-13, 10117 Berlin) dauert noch bis zum 28. April 2019 und ist immer von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr für Besucher geöffnet.lbr

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