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KULTUR
Alexander Weinlein
Deutsche Welle mit mehr Geld

Rund 1,76 Milliarden Euro sollen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im kommenden Jahr für ihren Geschäftsbereich zur Verfügung stehen. So sieht es der Etatentwurf der Bundesregierung für das Bundeskanzleramt (Einzelplan 4) vor, in dem die Mittel der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien veranschlagt sind. Da der Bundestag in den vergangenen Haushaltsrunden die Kulturausgaben stets erhöht hat, kann Grütters durchaus darauf hoffen, dass das Parlament auch diesmal mehr Geld bewilligt.

Neben den Ausgaben für die Bereiche Kultur und Medien in Höhe von 1,59 Milliarden Euro, sollen zudem 107 Millionen Euro an die Stasi-Unterlagen-Behörde, 65 Millionen Euro an das Bundesarchiv und 1,7 Millionen Euro an das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa fließen, die zu Grütters Geschäftsbereich gehören. Deutlich erhöht werden die Mittel des Bundes für die Deutsche Welle. Sie sollen gegenüber 2018 um 24 auf insgesamt 350 Millionen Euro steigen. "Wir nähern uns damit langsam vergleichbaren europäischen Auslandssendern", sagte Grütters in der Debatte.

Drei Millionen Euro sind eingeplant für die Aufarbeitung des Kolonialismus und die Provenienzforschung für Kulturgüter aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Sammlungen des Bundes. Dies sei eines der wichtigen Ziele in dieser Legislatur, betonte Grütters.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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