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UMWELT
Sören Christian Reimer
Anträge zum Artenschutz

Die Koalitionsfraktionen und die Grünen wollen Elefanten und Nashörner stärker schützen und gegen Wilderei sowie illegalen Artenhandel vorgehen. Zwei entsprechende Anträge überwies der Bundestag vergangenen Donnerstag im vereinfachten Verfahren ohne Aussprache zur Beratung an die Ausschüsse.

In dem Antrag von Union und SPD (19/10148) fordern die Fraktionen die Bundesregierung unter anderem dazu auf, "sich gegen jegliche Lockerung des Schutzes von Elefanten- und Nashornpopulationen und gegen die Lockerung geltender Handelsverbote für diese Tierarten und aus ihnen hergestellte Produkte zu positionieren". Zudem konstatiert der Antrag Handlungsbedarf auf EU-Ebene. Union und SPD fordern beispielsweise ein Verbot des Handels mit rohem und verarbeitetem Vorerwerbs-Elfenbein in der EU sowie eine weitere Beschränkung des europäischen Exports von verarbeitetem Vorerwerbs-Elfenbein.

Die Grünen stellen in ihrem Antrag (19/10186) ähnliche Forderungen zum Artenschutz und zum Handel. Zudem soll sich die Bundesregierung dafür einsetzen, "gewerbliche Tierbörsen für Wildtiere sowie den Verkauf von Wildfängen über Tierbörsen zu untersagen".

Ursprünglich hatten die Anträge im Vorfeld der 18. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) in Colombo, Sri Lanka, zur Debatte gestanden. Die für den 23. Mai bis 3. Juni geplante Konferenz wurde in Folge der Terroranschläge zu Ostern in dem Land verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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