Inhalt

GEDENKEN
Helmut Stoltenberg
Bleibende Aufgabe

Schäuble erinnert an Anschlagsopfer

Drei Jahre nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an die Opfer des Attentats erinnert, bei dem zwölf Menschen ihr Leben verloren und viele verletzt wurden. "All diese Opfer sind nicht vergessen", sagte Schäuble am vergangenen Donnerstag, dem dritten Jahrestag des Anschlags, zu Beginn der Plenarsitzung des Bundestages.

Die Tat hinterlasse tiefe Wunden, betonte der Parlamentspräsident: Trauer bei den Hinterbliebenen, Schmerzen und Traumata bei den Betroffenen und eine "bleibende Verletzung in unserer Gesellschaft". Trotz aller Anstrengungen könne der Staat nie 100-prozentige Sicherheit garantieren, "Aber wir tun in Deutschland alles, um die Freiheit jedes Einzelnen zu schützen".

Schäuble verwies zugleich darauf, dass das Verbrechen vom Breitscheidplatz im Bundestag Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen sei: "Verantwortlichkeiten werden geklärt, und wir ziehen Schlussfolgerungen, um dem Terrorismus wirksamer entgegentreten zu können". Schwachstellen bei der Zusammenarbeit der Behörden würden identifiziert, debattiert und beseitigt. "Polizei und Nachrichtendienste brauchen unsere Unterstützung", fügte der Bundestagspräsident hinzu. Vor allem aber brauchten die Opfer der Anschläge "unser Mitgefühl, die Anerkennung ihres nicht wiedergutzumachenden Leids". Dies sei eine "bleibende Aufgabe".

Aus Politik und Zeitgeschichte

© 2020 Deutscher Bundestag