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Lisa Brüßler
FDP-Politiker Hirsch gestorben

Der FDP-Politiker und frühere Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Burkhard Hirsch, ist am Mittwoch im Alter von 89 Jahren gestorben. Das teilte das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen mit, dem Hirsch von 1975 bis 1980 vorstand. Der promovierte Jurist begann 1964 als Kommunalpolitiker im Düsseldorfer Stadtrat. 1972 zog er in den Bundestag ein und engagierte sich danach überwiegend im Innenausschuss. Nach seiner Amtszeit als NRW-Innenminister kehrte er 1980 in den Bundestag zurück. In seiner letzten Wahlperiode von 1994 bis 1998 amtierte er als Vizepräsident des Bundestags. Dort habe er "seine juristische Expertise und seine klare Haltung" stets bewiesen, würdigte ihn Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Dem FDP-Bundesvorstand gehörte Hirsch von 1976 bis 2005 an.

Hirsch, der am 29. Mai 1930 in Magdeburg geboren wurde, in Halle (Saale) aufwuchs und in Marburg Rechts- und Staatswissenschaften studierte, galt als einer der letzten großen Vertreter des sozial-liberalen Flügels in der FDP und als Urgestein liberaler Politik. Bis zuletzt kämpfte er gegen staatliche Eingriffe in die Privatsphäre, etwa bei der Vorratsdatenspeicherung.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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