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Lisa Brüßler
Kein erhöhtes Risiko

Folgen von Reaktorkatastrophe diskutiert

Für Sportler und Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2020 im japanischen Tokyo, die mit Wettkampfstätten auch in der Stadt Fukushima stattfinden sollen, besteht aus radiologischer Sicht kein beträchtlich erhöhtes Gesundheitsrisiko. Das berichteten Vertreter von Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in einer öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses vergangene Woche.

Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, sagte, die Situation in Fukushima sei stabil. Die Bewältigung der Katastrophe werde jedoch "noch mehrere Jahrzehnte" in Anspruch nehmen. Es sei unklar, wie genau die Bergung der hochradioaktiven Mischung, die sich noch im Reaktordruckbehälter befinde, ablaufen solle. Auch die Frage nach der Lagerkapazität und der Entsorgung von kontaminierten Wasser bleibe eine Herausforderung. In der Präfektur verbesserten sich die Zustände und es werde geprüft, ob weitere Orte aus der Evakuierung herausgenommen werden könnten, sagte sie. Mit Blick auf den olympischen Fackellauf, der durch Gebiete, die teilweise in der Sperrzone liegen, führen soll, habe auch das Olympische Komitee eine Verantwortung, sagte Schwarzelühr-Sutter.

Auch Florian Gering (BfS) betonte, dass sich die radiologische Situation stark verbessert habe. Die Sperrzone sei sukzessiv verkleinert worden: "Anfangs betrug sie noch mehr als 1.000 Quadratkilometer, jetzt sind es weniger als 400", sagte Gehring. Diese Gebiete könnten langfristig Sperrgebiete bleiben, denn dort käme es teilweise zu noch deutlich höherer Umgebungsstrahlung und einer großen Schwankungsbreite.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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