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Entwicklung
Johanna Metz
Initiativen für sauberes Wasser

Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD sowie von Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für eine nachhaltige globale Wasser- und Sanitärversorgung ein. Zwei entsprechende Anträge (19/19152, 19/19147) überwies der Bundestag am vergangenen Freitag zur weiteren Beratung an den Entwicklungsausschuss.

"Die nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Wasser ist entscheidend für das Gleichgewicht der Ökosysteme, die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung und die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel", schreiben die Koalitionsfraktionen. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich weiterhin für die Umsetzung der Agenda 2030 und insbesondere für das sechste Entwicklungsziel "Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen" zu engagieren. Unter anderem solle sie Forschung und Entwicklung zu innovativen Produktionsmethoden und Techniken zur Steigerung der Wassernutzungseffizienz fördern und die Privatwirtschaft stärker einbinden.

Die Grünen plädieren im Zuge einer konsequenteren Umsetzung des Menschenrechts auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung auf die Einrichtung eines hochrangigen Komitees der Vereinten Nationen. Einen besonderen Fokus legt die Fraktion auf die Beseitigung von Ungleichheiten in der Versorgung und eine Grundversorgung für alle. Bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit sollten Abwassersysteme im gleichen Umfang wie Trinkwassersysteme gefördert werden, da nur so

die Wasserqualität nachhaltig gesichert werden könne.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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