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Alexander Weinlein
Trauer um Clement

Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Bundesminister Wolfgang Clement ist tot. Er starb in der Nacht zum Sonntag vor einer Woche im Alter von 80 Jahren in Bonn. Mit Clement verliere Nordrhein-Westfalen einen modernen Gestalter und pragmatischen Lenker, der das Bild des Landes langfristig geprägt habe, würdigte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den früheren SPD-Politiker.

Der Sohn eines Bochumer Maurers studierte nach dem Abitur Jura und arbeitete rund 20 Jahre als Journalist, bevor er seine politische Karriere in der SPD startete. Nach seiner Amtszeit als Ministerpräsident (1998-2002) musste er als "Superminister" für Wirtschaft und Arbeit (2002-2005) im Kabinett von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unter anderem die sogenannten Hartz-Reformen gegen viele Widerstände auch in der eigenen Partei durchsetzen. In den Jahren danach entfremdete sich Clement von der SPD wegen deren Wirtschaftspolitik, die auf eine "Deindustralisierung" hinauslaufe, und trat 2008 schließlich aus der Partei aus.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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