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Kristina Pezzei
Plan statt Pauschalschluss

Liberale fordern Strategie für Gastgewerbe

Einen Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel "Pandemieplan für Deutschlands Gastgewerbe statt pauschaler Schließungen" (19/23932) hat der Bundestag in der vergangenen Woche nach halbstündiger Aussprache zur weiteren Beratung an den Tourismusausschuss überwiesen.

Die Liberalen kritisieren die pauschale corona-bedingte Schließung des Gastgewerbes im November dieses Jahres. Nicht nur sei der Umsatz in der Branche von März bis August 2020 ohnehin bereits um 40,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, erklären sie. Auch gebe es Schätzungen, nach denen im ersten Quartal 2021 jedes fünfte Unternehmen aus der Gastronomie insolvenzgefährdet sein könnte. "Dabei handelt es sich bei diesem wichtigen Wirtschaftszweig nicht nur um einen soliden Arbeitgeber für mehr als 2,3 Millionen Menschen in Deutschland mit einem Jahresumsatz in 2018 von mehr als 65 Milliarden Euro, sondern die zahlreichen Angebote des Gastgewerbes prägen auch das soziale Leben der Bevölkerung."

Die Bundesregierung solle deshalb ab Dezember für Planungssicherheit und eine klare Maßnahmenstrategie in der Branche sorgen. Darüber hinaus solle eine stärkere Differenzierung zwischen Speise- und Getränkegastronomie vorgenommen werden, heißt es in dem Antrag weiter. Zudem möchten die Abgeordneten prüfen lassen, inwiefern das Ausbruchsgeschehen durch die verschiedenen Betriebsarten des Gastgewerbes beeinflusst wird.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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