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Sebastian Haas
Schwierige Liebe zu Symbolen

AUSSTELLUNG

Das schwierige Verhältnis der Bundesbürger zu ihrer Nation ist Thema der Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte "Flagge zeigen? Die Deutschen und ihre Nationalsymbole". Sie ist noch bis zum 11. Oktober im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu sehen.

Die Ausstellung zeigt die Herkunft von Fahne, Hymne und Wappen und erklärt, wie sich der Umgang mit den Nationalsymbolen gewandelt hat. Noch vor 40 Jahren hatte der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann auf die Frage nach seiner Liebe zum Staat geantwortet: "Ich liebe nicht den Staat, ich liebe meine Frau." Der Mauerfall stand aber ganz im Zeichen von Schwarz-Rot-Gold, ungetrübt war auch der Patriotismus zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Mit Momenten wie diesen werden die Besucher der Ausstellung konfrontiert. Gut 600 Exponate werden gezeigt, ihre Entstehung und ihr zeitliches und politisches Umfeld erläutert. Das geht vom schwarz-rot-goldenen Reichsbanner bis hin zum Gemälde "Café Deutschland" von Jörg Immendorff, von Propaganda der Nationalsozialisten über DDR-Symbolik bis zu Plakaten aktueller Kampagnen der Bundesrepublik.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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