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PRESSESTIMMEN INLAND
Johannes M. Müller
»Integrations-Präsident«

Financial Times Deutschland:

"Es war vielleicht keine große Rede, aber eine wichtige. Bundespräsident Christian Wulff hat in seiner leidenschaftslosen, etwas abwesend wirkenden Art klare Worte zum richtigen Thema gefunden."

Bild-Zeitung

:

"Wulff will der Integrations-Präsident werden. [...] Irritierend ist jedoch Wulffs Bild von Deutschland als christlich-jüdisch-islamischem Land. Unser Verständnis von Freiheit und Menschenwürde gründet auf unserer christlich-jüdischen Tradition und der Aufklärung. [...] Deshalb sollen Muslime ihren Glauben bei uns leben dürfen. Dass aber ihre Wertvorstellungen zum Fundament dieser Gesellschaft gehören sollen, dürfte viele Deutsche mehr irritieren als begeistern."

die tageszeitung:

"Manches würde man […] gerne genauer wissen. Etwa wo bei Integrationsdebatten die Grenze zwischen Rassistischem und Erlaubtem verläuft."

Süddeutsche Zeitung:

"Ein guter, gar ein spannender Redner ist dieser Bundespräsident offenbar nicht - und dennoch hält er die richtige Rede."

Berliner Zeitung:

"Gott schütze Deutschland. Wenn diese Schlussformel in der gestrigen Rede des Bundespräsidenten keine bloße Floskel ist, dann muss sie eigentlich lauten: Gott schütze Deutschland, egal welcher. Der Gott der Christen, Jahwe, Allah."

Frankfurter Rundschau:

"Wahrscheinlich hätte Wulffs Gegenkandidat in der Bundesversammlung, Joachim Gauck, [...] die fulminantere Rede gehalten [...]. Aber mit dem Lob der Vielfalt hat Wulff eine spannungsreiche und zukunftsträchtige Interpretation des Themas "Einheit" angestoßen."

Spiegel Online:

"Nun hat Wulff […] eine Rede gehalten, die kein Glanzstück war, aber auch kein totaler Ausfall. Ein echter Wulff eben: der Präsident macht es allen recht, eckt nicht an, setzt aber so auch keine Botschaften, die länger als 24 Stunden in Erinnerung bleiben."

Aus Politik und Zeitgeschichte

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