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Tatjana Heid
Anerkennung von Abschlüssen

Bildung

Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen soll unbürokratischer und zügiger werden. Das dazu von der Bundesregierung geplante "Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse" wird 2011 ein zentrales bildungspolitisches Thema werden. Vermutlich im Frühjahr soll der Entwurf im Kabinett behandelt werden, danach muss er Bundesrat und Bundestag passieren.

Die Regierung geht davon aus, dass etwa 300.000 Zugewanderte oder Deutsche, die ihre Abschlüsse im Ausland erworben haben, in Deutschland ihre Qualitäten nicht optimal nutzen. Grund: fehlende Bewertungsmaßstäbe und Bewertungsverfahren. Das geplante Gesetz soll klare und einheitliche Richtlinien für die Bewertung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen festlegen. Die Regierung spricht sich zudem für ein unbürokratisches Verfahren aus. So sei geplant, die bereits bestehenden Strukturen zur Anerkennung zu nutzen, heißt es aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die für die jeweilige Berufsausbildung und den Berufszugang zuständigen Kammern und Behörden sollen demnach für die Umsetzung verantwortlich sein. Die Entscheidung über eine Anerkennung soll dann innerhalb von drei Monaten nach Einreichung aller Unterlagen, wie etwa der erworbenen Ausbildungsnachweise, fallen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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