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Volker Müller
Wissenschaftler ausgezeichnet

BUNDESTAG

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat am vergangenen Mittwoch den mit 10.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis 2010 des Bundestages an den emeritierten Neuzeithistoriker Dieter Düding verliehen. Damit würdigt der Bundestag das Werk Düdings "Parlamentarismus in Nordrhein-Westfalen 1946-1980. Vom Fünfparteien- zum Zweiparteienlandtag".

Die Arbeit biete "hochinteressanten Einsichten", die keineswegs auf Nordrhein-Westfalen beschränkt seien, lobte Lammert. Düding habe einige Persönlichkeiten mit besonderer Aufmerksamkeit beleuchtet. So tauche der Effekt auf, dass "das jeweilige Amt die Rolle trägt". Gemeint war Konrad Adenauer, vor seiner Wahl zum Bundeskanzler CDU-Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag und gegenüber Ministerpräsident Karl Arnold (CDU) entschiedener Verfechter der Rechte des Parlaments.

Marie-Luise Recker, Historikerin an der Goethe-Universität in Frankfurt und Mitglied der Jury zur Vergabe des Wissenschaftspreises, machte in ihrer Laudatio deutlich, worauf Lammert angespielt hatte. Als Bundeskanzler, also nach dem Rollenwechsel, habe Adenauer eine andere Haltung eingenommen, den Rechten des Parlaments also weniger Priorität eingeräumt als in den Jahren zuvor.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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