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Monika Pilath
Gegner gescheitert

ALTERNATIVEN

Die beiden Gesetzentwürfe für ein Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) sind am vergangenen Donnerstag im Bundestag gescheitert. Eine Abgeordnetengruppe um Birgitt Bender (Grüne), und Johannes Singhammer (CSU) hatte mit ihrem Entwurf (17/5450) angestrebt, die umstrittenen Gentests an Embryonen ausnahmslos zu verbieten. Die Parlamentarier argumentierten, die PID gefährde "die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt" und erhöhe den sozialen Druck auf Eltern, "ein gesundes Kind haben zu müssen".

Eine weitere Abgeordnetengruppe um René Röspel (SPD), Priska Hinz (Grüne) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) wollte mit ihrem Entwurf (17/5452) das Verfahren zwar "grundsätzlich" verbieten, in Ausnahmefällen aber "für nicht rechtswidrig" erklären. Möglich sollte demnach eine PID nur dann sein, wenn die erbliche Vorbelastung der Eltern "mit hoher Wahrscheinlichkeit" eine Schädigung des Embryos erwarten lässt, "die mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Tot- oder Fehlgeburt führt". Eine PID hingegen zur "Wunscherfüllung der Zusammensetzung genetischer Anlagen von Kindern" sollte hingegen ausgeschlossen sein.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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