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Stephan Altemeyer
Potenziale der Welterbestätten

KULTUR

Die wirtschaftlichen Potenziale der deutschen Weltkulturerbestätten sollen nach dem Willen der Fraktionen von CDU/CSU und FDP stärker ausgeschöpft werden. Die Koalitionsfraktionen fordern die Bundesregierung in einem entsprechenden Antrag (17/7357) auf, zusammen mit der Deutschen Bahn AG, der Deutschen Zentrale für Tourismus und den Welterbestätten selbst einen Plan für eine gezieltere touristische Vermarktung zu entwickeln. Als Beispiel nennen die Fraktionen die Schaffung eines "Unesco-Welterbetickets". Der Bundestag überwies den Antrag am vergangenen Donnerstag zur weiteren Beratung an den Kulturausschuss.

Die Koalition weist in dem Antrag darauf hin, dass sich die Verabschiedung des Unesco-Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt 2012 zum 40. Mal jährt. Um die Bewirtschaftung der Stätten insgesamt profitabler zu machen, soll der Bund die Welterbestätten dazu drängen, Managementpläne zu erstellen. Ferner verlangen die Abgeordneten von der Regierung, die Stätten im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auch in Zukunft zu unterstützen und Infrastrukturmaßnahmen barrierearm umzusetzen. In ihrem Stadtentwicklungsbericht und im Tourismusbericht soll die Regierung gesondert über die Initiativen zur Stärkung der Welterbestätten informieren.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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