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Ich kann ein Stück Amerika mit nach Hause nehmen

STIPENDIATEN Teilnehmer des PPP-Austauschprogramms berichten von ihren Erlebnissen. Die jungen Menschen machen wertvolle Erfahrungen

Alexander Daily

"Für mich hat sich mein amerikanischer Traum in Deutschland erfüllt" - so fasst Alexander Daily seine Zeit in Deutschland zusammen. Der 19-Jährige verbrachte ein Jahr als Austauschschüler am Lichtenberg-Gymnasium im hessischen Darmstadt. Dort besuchte er die elfte Klasse mit den Hauptfächern Deutsch und Mathematik, denn "Englisch machte mir hier keinen Spass".

Von seiner Deutschlehrerin im heimischen New Jersey bekam Alexander den Tipp: "Sie sagte, es sei eine sehr gute Erfahrung für mich und sie hat recht behalten."

An seiner Schule in Deutschland fand er schnell enge Freunde, er traf sich mit anderen Austauschschülern und nahm regelmäßig an Laufgruppen teil. Seine Gastfamilie hat ihn sofort herzlich aufgenommen: "Kaum war ich da, sind wir erst einmal in den Wald, einen Spaziergang machen." Und seine Gastgeschwister sind inzwischen "wie richtige Geschwister" für ihn.

"Meine Zeit in Deutschland hat mich erwachsen werden lassen", sagt er. "Hier habe ich viel mehr Verantwortung bekommen, als zuhause."

Seiner Meinung nach könnten Deutsche ruhig stolzer auf ihr Land sein: "Deutschland ist wirtschaftlich stark, hat eine lange Geschichte, superbe Kultur und ein schöne Fahne, warum nicht?" Deshalb war er davon überrascht, in der Schule keinen Fahnenappell zu haben: "Ich dachte, das wäre überall so wie bei uns."

Ursprünglich wollte Alexander mit seinem Aufenthalt nur das Übergangsjahr zwischen High School und Universität füllen, doch seine Zeit hier hat ihm so gut gefallen, dass er zum Wintersemester in Deutschland zu studieren anfängt: Politikwissenschaften an der Freien Universität in Berlin.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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