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Anette Rollmann
Linke: Studium ist kein Privileg

BILDUNG

Die Fraktion Die Linke fordert die Bundesregierung auf, ein Bundeshochschulzulassungsgesetz auf den Weg zu bringen. Erneut würden im kommenden Wintersemester mehr Studenten an die Hochschulen drängen, als eigentlich aufgenommen werden könnten, heißt es in dem Antrag der Fraktion (17/10861), den der Bundestag am vergangenen Donnerstag in erster Lesung in die Ausschüsse überwies. Verstärkt werde dieses Problem durch die Aussetzung der Wehrpflicht und die doppelten Abiturjahrgänge aufgrund der Verkürzten Schulzeiten. Viele Bewerber, so befürchtet die Linke, werden abgewiesen werden. Für die bereits laufende zweite Phase des Hochschulpaktes muss laut Linksfraktion von über 568.000 zusätzlichen Studienanfängern ausgegangen werden.

Dem Bundeshochschulzulassungsgesetz soll aus Sicht der Fraktion der Gedanke vorangestellt werden, dass ein Studium ein Bildungsrecht ist. Es dürfe kein Privileg für Wenige sein. Zulassungs- und Zugangsbeschränkungen müssten überwunden werden. Für grundständige Studiengänge sollen jegliche Zugangsvoraussetzungen über die Studienberechtigung hinaus entfallen. Nach Vorstellung der Fraktion muss das Recht auf einen Masterstudienplatz sichergestellt werden, zusätzliche Zugangsvoraussetzungen neben dem Bachelor sollen ausgeschlossen werden. Die Vergabeverfahren von Studienplätzen müssten transparent und gebührenfrei sein.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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