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Julian Burgert
Zahl syrischer Flüchtlinge steigt

MENSCHENRECHTE

Die Anzahl der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge, die auf Hilfeleistungen der Welthungerhilfe ("World Food Program" WFP) der UNO angewiesen sind, steigt. Das WFP rechnet damit, diesen Monat 4,25 Millionen Menschen versorgen zu müssen. Das sagte vergangene Woche der WFP-Regionaldirektor für die Syrienkrise, Muhannad Hadi, im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Bundestages. Im Januar habe man noch 3,6 Millionen Menschen versorgen müssen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es nur 1,5 Millionen Menschen gewesen. Und für die Zukunft rechne man mit noch höheren Zahlen. Deshalb brauche das WFP dringend weitere finanzielle Unterstützung, sagte Hadi, sonst müssten die Nahrungsmittelhilfen bald gekürzt werden.

Momentan verteile das WFP Nahrungsmittelhilfe an bald 4,25 Millionen Menschen, 240.000 Kinder bekommen zusätzliche Rationen, die oft mit Bildungsangeboten gekoppelt seien. Damit wolle man eine "verlorene Generation" verhindern, sagte Hadi. Rund 15.000 Schwangere und Stillende bekämen zusätzliche Nährstoffe. Grundsätzlich würden viele Nahrungsmittelhilfen über Gutscheine erfolgen. Das lasse den Menschen ihre Würde und stabilisiere durch die Investitionen in die dortige Wirtschaft zugleich die Nachbarländer. Diese seien mit dem Zustrom an Flüchtlingen überfordert.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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