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»Ein großer Verlust«

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat den Tod des langjährigen CDU-Abgeordneten Andreas Schockenhoff als „großen Verlust für den Deutschen Bundestag und unsere Fraktion“ bezeichnet, in der er vielen ein enger politischer Weggefährte und guter Freund gewesen sei. Schockenhoff war am vorvergangenen Wochenende im Alter von 57 Jahren zu Hause im oberschwäbischen Ravensburg verstorben. Er hinterlässt drei Kinder.

Andreas Schockenhoff gehörte dem Bundestag seit 1990 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ravensburg an. Zwischen 2006 und 2013 war er Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt. Seit 1994 leitete er die Deutsch-Französische Parlamentariergruppe. Von 1998 bis 2005 war Schockenhoff Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss und stellvertretender außenpolitischer Sprecher, seit November 2005 stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion.

Der gebürtige Ludwigsburger hatte in Tübingen und Grenoble Romanistik, Germanistik und Geschichte studiert, 1985 folgte die Promotion.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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