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Verfassungsschutz
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Bericht zum V-Mann »Corelli«

Der vom Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) als Sachverständiger eingesetzte frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Jerzy Montag hat dem Gremium zur Kontrolle der Nachrichtendienste des Bundes vergangene Woche seinen Bericht zum einstigen V-Mann "Corelli" des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) vorgelegt. Das PKGr hatte Montag im November vergangenen Jahres mit den Untersuchungen zu "Corelli" beauftragt. Wie das Gremium mitteilte, nahm es nun den rund 300 Seiten umfassenden Bericht Montags entgegen.

Darin stellt Montag den Angaben zufolge unter anderem seine Erkenntnisse zu den Todesumständen von Thomas R. dar, der bis 2012 als "Corelli" V-Mann für den BfV war. Montag sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass Thomas R. im Jahr 2014 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eines natürlichen Todes ohne Fremdeinwirkung gestorben ist".

Von "zentraler Bedeutung" war für das PKGr, ob Thomas R. "Kenntnisse oder Beziehungen zum sogenannten NSU-Trio Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe" an das BfV mitgeteilt hat. Hierzu habe Montag festgestellt, "dass diesbezüglich in den Akten bis auf eine bereits bekannte Meldung zu Mundlos im Jahr 1995 keine entsprechenden Hinweise oder Informationen enthalten sind".

Aus Politik und Zeitgeschichte

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