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UMWELT
Johanna Metz
Grüne gegen Mikroplastik

Zahnpasten, Peelings oder Reinigungsmittel enthalten heute häufig Mikroplastikpartikel. In den Kläranlagen können sie nicht vollständig entfernt werden – sie bleiben im geklärten Wasser und gelangen auch in die Flüsse oder ins Meer. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will die Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt nun verhindern. In einem Antrag (18/3734), den der Bundestag am Donnerstag in erster Lesung behandelt hat, fordert sie die Bundesregierung auf, sicherzustellen, dass ungebundene Mikroplastikpartikel geregelt entsorgt werden. Außerdem soll sie den Ausstieg aus der Verwendung von Mikroplastikpartikeln in Kosmetika und Reinigungsmitteln unterstützen und die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit intensiver erforschen.

Die Grünen fürchten, dass die Partikel in der Umwelt noch jahrzehntelang ihre Wirkung entfalten. So zeigten Studienergebnisse, dass Meerestiere nach der Aufnahme von Mikroplastik verendeten. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit seien bisher kaum bekannt.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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