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HAUSHALT I

Die »Peking« für Hamburg

Der Bund wird sich voraussichtlich mit 120 Millionen Euro am Bau eines Deutschen Hafenmuseums in Hamburg beteiligen. Der Haushaltsausschuss bewilligte die Gelder im Zuge der Beratungen über den Bundeshaushalt 2016 in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag. Das Museum soll die Wirtschafts- und Kulturgeschichte des Hamburger Hafens darstellen. Die laufenden Betriebskosten des Museums soll Hamburg tragen.

Prunkstück des Museums soll die Viermastbark "Peking" werden, die sich derzeit noch in New York als Museumsschiff liegt. Das Schiff gilt als dringend sanierungsbedürftig und soll auf einem Frachtschiff nach Deutschland überführt werden.

Die "Peking" gehört zu den legendären "Flying-P-Linern", die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts von der Hamburger Reederei F. Laeisz gebaut wurden. Weltweit sind nur noch vier dieser Schiffe erhalten, unter anderem die "Passat", die als Museumsschiff in Travemünde liegt. Traurige Berühmtheit erlangte die "Pamir", das letzte frachtfahrende Segelschulschiff der deutschen Handelsmarine. Es sank 1957 in einem Hurrikan im Atlantik. 80 Besatzungsmitglieder, darunter viele jugendliche Kadetten, ertranken.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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