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Ausstellung

Dokumentation des Wandels

Der Bundestag zeigt Serien des Reportagefotografen Dirk Reinartz

Ab 20. Oktober wird der Bundestag Bilderserien des berühmten Reportagefotografen Dirk Reinartz im Mauer-Mahnmal ausstellen. Die Schau mit dem Titel "Innere Angelegenheiten" zeigt Serien aus der Zeit vor und nach dem Mauerfall.

Der 1947 in Aachen geborene und 2004 verstorbene Reinartz begann seine Karriere als jüngster Reportagefotograf in der Redaktion des Magazins "Stern". An der Folkwangschule in Essen ausgebildet, war er von 1977 bis 1982 Teil der Fotografengruppe VISUM. Seine Arbeiten erschienen in allen großen Zeitschriften, darunter in "Life", "Spiegel", in den Magazinen der "Süddeutschen Zeitung" und der "Zeit" oder in der Kunstzeitschrift "Art". Ein Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeit bestand in der Auseinandersetzung mit der politischen und mentalen Situation in Deutschland dies- und jenseits der innerdeutschen Grenze. Dafür arbeitete er mit Redakteuren und Autoren und vermochte es immer, durch seine Bilder eine eigene, vom Text unabhängige Erfahrungsebene zu eröffnen.

Die Ausstellung erinnert damit nicht nur an einen großen Fotografen, sondern auch an eine Zeit in Deutschland, die von radikalen Umbrüchen, großen Hoffnungen und der Verschiebung vertrauter Bildwelten geprägt war.

Eröffnet wird die Ausstellung am 19. Oktober 2017, um 18 Uhr durch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Anschließend werden Kuratorin Kristina Volke und "Zeit"-Redakteur Wolfram Runkel in die Ausstellung einführen.DP

Die Ausstellung kann im Zeitraum 20. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018, dienstags bis sonntags, 11 bis 17 Uhr, im Mauer-Mahnmal im Deutschen Bundestag am Schiffbauerdamm besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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