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FDP will neue Gründerkultur

In Deutschland sollen die Grundlagen für eine neue Gründerkultur geschaffen werden. Um innovative Jungunternehmen zu unterstützen und damit Arbeitsplätze, Wachstums- und Zukunftschancen in Deutschland zu halten, schlägt die FDP-Fraktion in einem Antrag (19/5053) eine Reihe von Maßnahmen vor. Der Antrag wurde vom Bundestag am Donnerstag zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen.

Zu den Forderungen der FDP-Fraktion gehören besonders bessere Bedingungen im Steuerrecht. So sollen Unternehmen künftig von steuerlichen Belastungen wie der eingeschränkten Nutzbarkeit von Verlustvorträgen befreit werden. Außerdem verlangt die FDP-Fraktion die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung. Unternehmen sollen einen bestimmten Prozentsatz ihrer Personalaufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) als Steuergutschrift erhalten. Zu den weiter geforderten Maßnahmen gehört unter anderem die Einführung einer steuerlichen Begünstigung in Form einer Re-Investitionsklausel, damit Risikokapital nach dem Rückzug aus einer Investition schneller wieder zur Verfügung gestellt wird. Auch sollen Gründer leichteren Zugang zu Kapital erhalten. Außerdem wird gefordert, die Finanzmarktregulierung auf ihre Angemessenheit zu überprüfen.

Junge Gründer hätten häufig herausragende Geschäftsideen. Es fehle aber oft am notwendigen Kapital zur Umsetzung, beklagt die FDP-Fraktion. Daher müsse die dynamisch wachsende Crowdinvest-Branche noch stärker für die Unternehmenfinanzierung gewonnen werden. Die Zahl der Gründungen sei seit Jahren rückläufig und habe 2017 einen Tiefstand erreicht. "Daher brauchen wir eine umfassende und ganzheitliche Zukunftsoffensive zur Stärkung der Gründerkultur in Deutschland", verlangt die FDP-Fraktion..hle

Aus Politik und Zeitgeschichte

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