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Kristina Pezzei
Regionalität als Trumpf

Debatte über lokale Vermarktungswege

Über Chancen und Fördermöglichkeiten für regionale Nahrungsmittel- und Ernährungskreisläufe sowie Perspektiven der Ernährungspolitik hat der Bundestag am Donnerstag beraten. Anstoß lieferte die Linksfraktion mit einem Antrag (19/15568) zur Stärkung regionaler Ernährungssysteme. Diese seien notwendig, um die Versorgung der Bevölkerung mit nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln zu sichern, heißt es darin. Durch eine Regionalisierung von Produktion, Weiterverarbeitung, Vermarktung und Konsum könnten Stoffkreisläufe besser geschlossen, Transportwege minimiert und kulturelle sowie ökologische Aspekte des Landschaftsschutzes besser gefördert werden.

Deshalb soll die Bundesregierung unter anderem den deutschen Strategieplan zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) an der regionalen Wertschöpfung ausrichten und sich auf EU-Ebene für den Ausbau regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) einsetzen. Der Antrag wurde im Anschluss an die Debatte in die Ausschüsse zur weiteren Beratung überwiesen.

Keine Mehrheit fanden mehrere Oppositionsanträge - der Linken mit dem Titel "Für eine zukunftsweisende und soziale Ernährungspolitik - Besonders für Kinder" (19/7025), der FDP mit dem Titel "Mehr Bildung, Bewegung und besseres Essen" (19/9926) und von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel "Gesunde Ernährung im Alltag einfach machen - Ernährungswende umsetzen"(19/6441). Der Bundestag lehnte die Anträge ab.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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