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Jubiläumsbericht
Kristina Pezzei
Ein Aufholen seit 30 Jahren

Der Bundestag hat am Freitag über den Stand der deutschen Einheit diskutiert. Grundlage dafür war der entsprechende Jahresbericht - ein Beleg, für das, was man gemeinsam nach drei Jahrzehnten intensiver Arbeit erreicht hat, wie der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), erklärte.

Aus dem Bericht geht hervor, dass der Osten zwar wirtschaftlich aufholt, allerdings weiter dem Westen hinterher hinkt: Die durchschnittliche Wirtschaftskraft der neuen Bundesländer gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner hat 2019 ein Niveau von knapp 73 Prozent erreicht, mit Berlin seien es 79,1 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts. Seit der Wiedervereinigung hat sich das BIP je Einwohner in den neuen Ländern (ohne Berlin) vervierfacht. Gleichwohl liege die Wirtschaftskraft noch erheblich unter dem gesamtdeutschen Niveau und dem der hochentwickelten europäischen Regionen, heißt es in dem Bericht weiter: Auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer habe noch kein ostdeutsches Flächenland das Niveau des westdeutschen Landes mit der niedrigsten Wirtschaftskraft erreicht.

Den Jahresbericht (19/22580) sowie einen Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel "30 Jahre Deutsche Wiedervereinigung - Einheit vollenden, Fehler korrigieren und ostdeutsche Interessen anerkennen" (19/22489) überwies der Bundestag im Anschluss an den Ausschuss für Wirtschaft und Energie zur weiteren Beratung.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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