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Götz Hausding
Kampf dem Doping

SPORT Themenagenda des Ausschusses im Jahr 2011

Sportlich steht das Jahr 2011 in Deutschland im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft der Frauen, die am 26. Juni beginnt. Über den Stand der Vorbereitungen wird sich der Sportausschuss noch im ersten Quartal des Jahres von DFB-Präsident Theo Zwanziger informieren lassen. Zu den Kernaufgaben der Sportpolitiker des Bundestages zählt aber auch im Jahr 2011 der Kampf gegen den Dopingmissbrauch. Über die geplanten Strukturänderungen bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) wird der Ausschuss daher genauso diskutieren wie über künftige Dopingkontrollstrategien und die Frage, wie der Datenschutz und das Dopingkontrollsystem besser in Einklang gebracht werden können.

Bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Unterausschuss "Bürgerliches Engagement" ist zudem vorgesehen, über Strategien zur Förderung des bürgerlichen Engagements im und durch den Sport zu reden.

Voraussichtlich im März ist auch mit der Entscheidung der Ministerpräsidenten der Länder zur Neuregelung des Sportwettenmarktes zu rechnen. Möglich ist dabei die Aufrechterhaltung des Monopols des staatlichen Anbieters Oddset unter Berücksichtigung der Vorgaben des Europäischen Gerichtshofes. Oder aber eine Öffnung im Bereich der Sportwetten mit einer Vergabe von Konzessionen an bestimmte Anbieter. Mit den Folgen der getroffenen Entscheidung wird sich der Sportausschuss beschäftigen.

Über die Situation des Profisports in Ostdeutschland will der Ausschuss mit Vertretern der Deutschen Fußballliga (DFL) und der "Initiative Profisport" reden. Mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) soll zudem über die Umsetzung der Prämienzahlungen an Trainer und Servicepersonal im Rahmen der Traineroffensive gesprochen werden. Wie schon in den vergangenen Jahren praktiziert, sollen auch im Jahr 2011 sämtliche Sitzungen des Sportausschusses öffentlich stattfinden.

Olympiabewerbung

Die sicherlich wichtigste sportpolitische Entscheidung aus deutscher Sicht fällt jedoch nicht in Berlin sondern im südafrikanischen Durban. Am 6. Juli entscheiden die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wo die Olympischen Winterspiele im Jahr 2018 stattfinden werden. Die Abgeordneten des Bundestages stehen geschlossen hinter der Bewerbung Münchens. Mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier sitzt ein Parlamentarier im Kuratorium der Bewerbungsgesellschaft. Der CSU-Abgeordnete Stephan Mayer ist Mitglied des Aufsichtsrates. Doch auch sie können am Tag der Entscheidung nur eines tun: kräftig die Daumen drücken.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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