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Alexander Weinlein
Ausbau der Freiwilligendienste

FAMILIE

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) ist guter Hoffnung, dass der bis zur Sommerpause neu zu schaffende Bundesfreiwilligendienst in weiten Teilen jene Lücken schließen wird, die der zusammen mit der Wehrpflicht ab dem 1. Juli wegfallende Zivildienst reißen wird.

Die Ministerin begründete ihren Optimismus vor dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am vergangenen Mittwoch mit dem Umstand, dass mehr als 50 Prozent der derzeitigen Zivildienstleistenden ihre verpflichtende Dienstzeit von sechs Monaten freiwillig verlängern wollen. Dies zeige, so argumentierte Schröder, wie hoch die Bereitschaft unter den Jugendlichen sei, sich freiwillig in der Gesellschaft zu engagieren. Als im vergangenen Jahr mit der Verkürzung der Zivildienstzeit auf sechs Monate zugleich die gesetzliche Möglichkeit für eine solche freiwillige Verlängerung geschaffen wurde, sei man davon ausgegangen, dass allenfalls bis zu 30 Prozent der Zivildienstleistenden davon Gebrauch machen würden. Im neuen Bundesfreiwilligendienst sollen jährlich bis zu 35.000 Männer und Frauen freiwillig einen in der Regel sechs Monate dauernden Dienst in sozialen, ökologischen und kulturellen Einrichtungen sowie im Bereich des Sports, der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes leisten können.

Schröder informierte den Ausschuss über ihre Vorhaben im Jahr 2011. Unter anderem kündigte sie ein neues Kinderschutzgesetz an. Zudem wolle sie gemeinsam mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden familienfreundlichere Arbeitszeitmodelle entwickeln.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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