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Hans-Jürgen Leersch
Gas-Fracking bleibt erlaubt

WIRTSCHAFT

Risiken für Menschen und Umwelt sollen bei der Erdgasförderung in Deutschland völlig ausgeschlossen werden. Daher müsse die Fördermethode des "Hydraulic Fracturing" (Fracking) verboten werden, fordert die Linksfraktion in einem Antrag (17/6097, 17/9196), der im Bundestag am Donnerstag aber von der Mehrheit der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP abgelehnt wurde. Auch Anträge der Oppositionsfraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen, mit denen mehr Transparenz bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas erreicht werden sollte, scheiterten (17/7612, 17/5573, 17/9450).

Um die umweltschädliche Förderung von Erdgas überflüssig zu machen, sei eine verstärkte Förderung der erneuerbaren Energien ebenso erforderlich wie weitere Maßnahmen zur Einsparung und Effizienzsteigerung bei der Nutzung von Erdgas, hatte die Linksfraktion gefordert. Sie verlangte außerdem, dass die Erkundung und Förderung von Erdgas nur noch zulässig sein soll, "wenn der positive Nachweis erbracht ist, dass schädliche Auswirkungen auf Umwelt und Menschen ausgeschlossen werden können". Der Trinkwasserschutz müsse Vorrang haben. "Unkonventionelles Erdgas" ist im Gestein eingeschlossen. Gefördert wird es mit "Fracking", bei dem eine mit Chemikalien versetzte Flüssigkeit mit hohem Druck in die Tiefe gepumpt wird, um das gastragende Gestein aufzubrechen.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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