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Anette Sach/Volker Müller
Energiewende bringt Jobs

UMWELT Beschäftigtenzahl hat sich seit 2004 verdoppelt

Die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien hat sich seit 2004 mehr als verdoppelt. Während der Anteil der in diesem Bereich Beschäftigten im Jahr 2004 noch bei 0,41 Prozent lag, waren es im Jahr 2011 insgesamt 0,93 Prozent der dort Tätigen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (17/12246) auf eine Große Anfrage (17/10366) der SPD-Fraktion, die der Bundestag am Donnerstag zur Kenntnis nahm.

Ein SPD-Antrag (17/8159) mit dem Ziel, die europäische Energieeffizienzrichtlinie wirkungsvoll auszugestalten, um die klima- und energiepolitischen Ziele Deutschlands und Europas zu erreichen, wurde von der Koalitionsmehrheit abglehnt. Unter anderem sollte sich die öffentliche Hand bei Beschaffungen an der jeweils höchsten Effizienzklasse orientieren, so die SPD. Außerdem sprach sich der Bundestag gegen einen Antrag der Linksfraktion (17/8457) aus, wonach die Energiewende mehr Energieeffizienz brauche. Die Linke hatte unter anderem verlangt, das Ziel der Verringerung des Energieverbrauchs bis 2020 um 20 Prozent verbindlich festzulegen. Das Parlament lehnte auch einen Antrag der Grünen (17/7462) mit dem Titel "Energie sparen, Kosten senken, Klima schützen - Für eine ambitionierte Effizienzstrategie der deutschen und europäischen Energieversorgung" ab. Wie die Linke verlangten auch die Grünen ein verbindliches Einsparziel von 20 Prozent bis 2020. Dabei sollte die Energieversorgung jährlich 1,5 Prozent des Vorjahresverbrauchs einsparen müssen und zum Ausgleich in einen Energiesparfonds einzahlen müssen, falls sie dieses Ziel nicht erreichen. Der Bundestag lehnte darüber hinaus einen Entschließungsantrag der SPD (17/12538) ab, wonach sich die Bundesregierung unter anderem mit den Ländern und mit der Opposition auf Bundesebene verständigen sollte, um die Kosten der Energiewende für die Verbraucher kurzfristig dämpfen zu können. Darin wird unter anderem Behauptungen widersprochen, erneuerbare Energien seien die einzige Ursache für den Strompreisanstieg.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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