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HAUSHALT
Alexander Weinlein
200 Millionen für Museum der Moderne

Der Bund soll sich mit 200 Millionen Euro am Museum der Moderne in Berlin beteiligen. Nach Aussage des SPD-Abgeordneten Swen Schulz bewilligte der Haushaltsausschuss in der vergangenen Woche die Gelder im Rahmen der Beratungen über den Bundeshaushalt 2015. Der soll in der kommenden Sitzungswoche des Bundestages Ende November verabschiedet werden.

Das Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts soll neben Mies van der Rohes Neuer Nationalgalerie entstehen und voraussichtlich 2021 eröffnen. Finanziert werden soll es in öffentlich-privater Partnerschaft. In dem neuen Museum sollen auf 14.000 Quadratmetern die öffentlichen Sammlungen zur Klassischen Moderne und die Privatsammlungen der Kunstmäzene Erich Marx, Egidio Marzona sowie Ulla und Heiner Pietzsch. Das Ehepaar Pietzsch hatte dem Land Berlin eine Schenkung ihrer Sammlung unter der Bedingung zugesagt, dass dafür ein Museum der Moderne entsteht.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bezeichnete die Entscheidung als „Riesenerfolg“. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz drängte schon länger auf den Museumsbau, da die Nationalgalerie angesichts beengter Verhältnisse jeweils nur ein Drittel ihrer Sammlungen gleichzeitig ausstellen kann. Mit dem Neubau könne die Stiftung bei der Präsentation der Kunst des 20. Jahrhunderts zu den großen Museen der Welt aufschließen, freute sich Stiftungs-Präsident Hermann Parzinger.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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