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Auswärtiges
Alexander Heinrich
Perspektiven mit Goethe

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, hat die Aufstockungen der Mittel für sein Haus um mehr als 16 Millionen Euro insbesondere vor dem Hintergrund der weltweiten Migrationsbewegungen und Flüchtlingskrisen begrüßt. Das Goethe-Institut leiste einen Beitrag nicht nur bei der Sprachvermittlung für jene Menschen, die nach Deutschland kommen, sondern könne mit seinen Angeboten auch dabei helfen Gesellschaften zu stabilisieren, sagte Lehmann vergangene Woche im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Wir wollen nicht nur eine bessere Bildung erreichen, wir wollen, dass die Bessergebildeten auch im Land bleiben“, sagte Lehmann.

Als ein Beispiel kultureller Projektearbeit nannte Lehman das Fernsehformat „I Got It!“, das mit begleitender Unterstützung des Goethe-Instituts und deutscher Fernsehmacher nach dem Vorbild der „Sendung mit der Maus“ Kindern in Südostasien Themen der Wissenschaft und Technik nahebringe. Kinderfernsehen dort bestehe in der Regel aus Animationsfilmen von „Disney Channel“ oder von „Nickelodeon“, die kaum auf Wissens- und Bildungsvermittlung setzen und deren Themen oft nicht im Zusammenhang mit dem Alltag der Kinder. stehen würden „I Got It!“ komme auch deshalb gut an, weil Protagonisten und Moderatoren aus den Ländern Südostasiens kämen, sagte Lehmann. Die beteiligten Länder, darunter Indonesien, Kambodscha, Thailand und Vietnam, hätten sich jüngst darauf verständigt, das Projekt in Eigenregie fortzuführen.

Das Goethe-Institut ist mit 160 Instituten in 93 Ländern präsent.. Mehr als 266.000 Menschen nahmen im Jahr 2013 an einem Deutschlernkurs teil, davon rund 220.000 im Ausland. Das sind rund 100.000 Sprachlerner mehr im Ausland als noch vor zehn Jahren. Im November erhöhte der Bundestag die Mittel für die Einrichtung auf rund 215,6 Millionen Euro.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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