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KULTUR II
Alexander Weinlein
Preis für den Buchhändler

Zur Unterstützung unabhängiger Buchhandlungen hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) den Deutschen Buchhandlungspreis 2015 ausgelobt. „Das literarische Leben ist das Fundament, die vielen kleinen Buchhandlungen und Verlage sind die Wegmarken unserer Kulturlandschaft Deutschland“, erklärte Grütters am vergangenen Donnerstag. Gerade die kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen seien unverzichtbar für die Vielfalt der Buchkultur. „Lokale Buchhandlungen sind durch den digitalen Wandel einem immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt, gerade auch durch Online-Vertriebe“, so Grütters. „Daher sind es am Ende die Kundinnen und Kunden, die über die Zukunft des klassischen stationären Buchhandels entscheiden.“ Mit dem Buchhandlungspreis setze die Bundesregierung ein Zeichen für den Erhalt eines flächendeckenden Netzes an Buchhandlungen in Deutschland. In Deutschland existieren noch rund 4.000 unabhängige Buchhandlungen. Ihre Zahl ist seit Jahren jedoch rückläufig.

Die mit insgesamt einer Million Euro ausgestattete Auszeichnung wird in drei Kategorien an bis zu 100 Buchhandlungen vergeben. Die Gewinner erhalten Prämien in Höhe von jeweils 25 000 Euro, 15 000 und

7000 Euro. Ab sofort können sich unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen für den Preis bewerben. Eine von der Kulturstaatsministerin berufene Jury, die sich aus Mitgliedern des Börsenvereins, der Kurt Wolff Stiftung, Verlagsvertretern sowie Literaturkennern zusammensetzt, schlägt die Preisträger vor.

Aus Politik und Zeitgeschichte

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